Junge Schriftsteller & Reporter

23 Jahre! Mai 13, 2011

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 1:20 pm
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Mein Blick ist stur auf die Dreiundzwanzigste Taste auf dem Klavier gerichtet. Langsam drücke ich die Taste herunter. Es ertönt ein heller Klang, der aber langsam dunkler zu werden scheint. Dreiundzwanzig Jahre ist eine lange Zeit. Doch Dreiundzwanzig Jahre mit dem selben Mann verheiratet zu sein, eine noch längere.
Unauffällig schaue ich zum Sessel hinter mir. Da sitzt er. Meine Dreiundzwanzig Jahre lange Ehe und liest Zeitung. Auf seiner Stirn hat er die üblichen vier Falten. „wieso guckst du so? Spiel doch weiter, Liebling?! “ Ich drehe mich um und fange wieder an zu spielen. Die Dreiundzwanzigste Taste zu erst. Dann führe ich meine Hand weiter nach links und genau in diesem Moment, setzt meine zweite Hand mit ein. Ich versinke vollkommen in der Musik. Fühle jeden einzelnen Ton, wie er mein Arm hoch strömt und sich im ganzem Körper verteilt. Ich fühle mich frei. Da ist sie wieder. Seine Hand auf meiner Schulter. Ich spanne mich wieder an. Mit einer ruhigen aber bestimmten Stimme sagt er:“SING!“ und ich singe.Sein Griff wird immer fester, so dass ich nicht mehr spielen kann. Dafür gibt es eine Klatsche auf den Hinterkopf.
In meinen Gedanken höre ich nur “ 23 Jahre Ehe“. Eine Träne rinnt über meine Wange und landet auf seinem Handrücken. „SPIEL!“ sagte er, nun etwas lauter. Ich spiele schneller, intensiver.
Nach einiger Zeit war es so weit. Er legt seine Hand auf meine Hand und zerrt mich dann in das Schlafzimmer.
Und mein einziger Gedanke lautet: 23 Jahre!

Esther

 

Die Grüne Wand Teil 12. Mai 25, 2010

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 6:49 pm
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Nach dem Katia sich geoutet hatte, wusste ich nicht so Recht was ich tun sollte?! Sollte ich auf sie sauer sein? Sollte ich sie in den Arm nehmen und jetzt für sie da sein? Oder sollte ich mich vielleicht vor ihr ekeln? Ich hatte so eine Wut in mir. Sie brannte von meinen Fußspitzen bis in meine letzte Haarspitze durch meinen ganzen Körper. Es war hinterhältig von ihr, mich leiden zu lassen! Und ich wollte das sie auch litt! Aber vielleicht litt sie ja schon? Vielleicht litt sie ja schon viel länger als ich?! Wieso gibt es kein Handbuch, wie „ Was tun, wenn meine Freundin lesbisch wird und dich dabei belügt?“
In mir war aber nicht nur Wut, nein nach dem Katia die ersten Worte aussprach, machte mein Herz gleichzeitig auch einen kleinen Spruch. Martin war nicht fremd gegangen! Nicht mit meiner Freundin und auch nicht mit irgendeiner anderen. Aber wer war das da in der Eisdiele bei ihm am Tisch? Ich konnte jetzt nicht einfach da rein gehen und sagen, dass war alles nur ein riesen Missverständnis! Nicht vor seiner neuen Freundin. Vielleicht hat er mich dann ja aber auch gar nicht richtig geliebt, wenn er jetzt eh schon einen Ersatz für mich gefunden hat. „Andrea?!“ Ich schrak auf. Mille wedelte mit ihrer Hand vor meinem Gesicht. Als hätten sie mich schon öfters gerufen. Na ja es klang aber auch sehr ungeduldig. War ich etwa so in meinen Gedanken vertieft? Ich schaute Katia jetzt direkt ins Gesicht. Ihr tat es leid, dass konnte ich sehen. In ihren Augen schimmerte Zweifel und Traurigkeit mit. Auch das konnte ich genau erkennen. Ich musste Zeit gewinnen. Ich wusste nicht, wie ich mit dieser Situation klar kommen sollte. Ich wusste nicht, ob ich ihr jetzt einfach so verzeihen konnte. Es war alles so verwirrend. „Andrea…Es tut mir alles so…“ setzte Katia an, aber weiter kam sie nicht, denn ich schnitt ihr das Wort ab. „Nein, ich will das nicht hören! Nicht jetzt und nicht hier! Es tut mir leid für dich, dass du uns nicht vertrauen kannst. Das du uns nicht erzählen konntest was in dir vorgeht. Weißt du, ich bin so unglaublich sauer auf dich! Aber ich weiß nicht, ob ich es wirklich sein kann…und darf“ Aus ihren Augen rollte eine Träne übers Gesicht „Aber ich brauch jetzt erst einmal Zeit für mich. Ich muss nachdenken. Über dich und über Martin und über das Mädchen mit dem Martin gerade da drinnen sitzt.“ Damit drehte ich mich um und ging weg. Mille, total geschockt was da gerade abging, blieb zusammen mit Katia zurück. Sie machte Anstalten, mit hinterher zu rennen, lies es dann aber doch sein. Und das war auch besser so. Ich wollte jetzt alleine sein.
Ich saß auf einer Parkbank ca. Hundert Meter weiter von der Eisdiele. Ich wusste nicht, was ich hier wollte. Eigentlich war mir gerade gar nicht nach Nachdenken. Aber Katia erwartete eine Reaktion, ob ich sauer war oder nicht. Aber das wusste ich selbst nicht genau. Natürlich war ich sauer – aber auf eine andere Art. Es gab genau zwei Möglichkeiten. Die eine wäre, einfach auf sie sauer zu sein, nicht mehr mit ihr zu reden und sie zu meiner Ex-Freundin zu machen. Die zweite Möglichkeit war, eine gute Freundin zu sein. Ihr zu vergeben und ihr bei ihrem Outing beizustehen, ihr die Hand zu halten und einfach für sie da zu sein. Ich fand beide Varianten blöd, also entschied ich mich für die Dritte…

 

Die Grüne Wand Teil 11. Und so geht es weiter! Mai 25, 2010

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 6:47 pm
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„Ein Elefant!“, schrie Mille lachend. Katia stand im Wohnzimmer und stellte mit ihrer Hand einen Rüssel nach. Lachend fiel sie zu Boden. Auch ich lachte, aber nur äußerlich. Seid der Geschichte mit Martin versuchten Katia und Mille mich jede Minute abzulenken. Katia hatte mir versprochen, sich nie wieder mit Martin zu treffen. Sie waren wirklich wahre Freunde! Doch obwohl wir immer mal wieder lachten, dachte ich immer noch oft an Martin. Ständig hatte ich ein Drücken in der Kehle, wie ein Frosch im Hals. Und auch in meinem Herz fühlte es sich an, als wenn etwas drückte und drückte und drückte. Es war jetzt schon 8 Tage her, als ich erfahren hatte, dass Martin mich mit Katia betrogen hatte. Aber seinen Blick, als ich ihn einfach an der Tür stehen lassen hab und mit Mille weggefahren bin , kann ich noch immer nicht vergessen. Er sah so verdutz aus, so gequält. Na ja, selbst Schuld. Jedes Mal, wenn ich an ihn denke, staut sich in mir eine Art Power. Eine Power aus Wut und Hilfslosigkeit. Und eine Power aus der Liebe! Jedes Mal könnte sich meine Stimme überschlagen und ich könnte schreien. Ich will zu ihm zurück. Aber würde er mich noch mal betrügen?
„Andreeeaa??? Spielst du überhaupt noch mit? Du sagst ja gar nichts mehr!“ kam es jetzt von Katia. „Ja doch, ich musste nur über etwas nachdenken. Tschuldigung!“ Mille starrte mich an und fragte dann: „Etwa wieder über…IHN?“ Ich wich ihrem Gesicht aus. Mille stöhnte „ Oh Andrea! Was soll denn das? Der Typ hat keinen einzigen Gedanken von dir verdient. Er ist ein Arsch! Das weißt du doch!“
Katia schaute zu Boden und wurde rot. So wie jedes Mal, wenn wir über dieses Thema sprachen. Wahrscheinlich war es ihr peinlich, weil Martin mich mit IHR betrogen hatte! Sie wusste ja nicht, das ich mit ihm ging. Jetzt saßen wir beide da und starrten beide auf den Boden! Mille stöhnte wieder, sprang dann aber auf und rief: “Kommt, ich lad euch beide jetzt auf ein Eis ein. Los!“ Sie war halt ein Optimist! Katia hob sich vom Boden und holte ihre Jacke. Sie wirkte erleichtert. Wahrscheinlich, weil wir nun das Thema wechselten.
Nachdem ich mit Martin Schluss gemacht hatte, bin ich ihm nur noch einmal in der Schule begegnet. Diese Begegnung bestand darin, dass wir voreinander standen und uns anschwiegen. Als er nach einer Minute dann endlich seinen Mund aufmachte um etwas zu sagen, ging ich einfach weg. Ich wollte seine Ausrede nicht hören. Ich wollte auch seine Stimme nicht hören. Seine dunkle, klare Stimme. Das hätte ich nicht ausgehalten. Als wir jetzt aber an der Eisdiele ankamen, saß er doch tatsächlich zusammen mit einem anderen Mädchen an einem der Tische. An unserem Tisch – dem Tisch, an dem ich mit ihm auch gesessen hatte Damals beim ersten Treffen. Ok wir saßen da nur einmal da, aber trotzdem. Hatt das denn gar nichts zu bedeuten? Ich stupste Mille in ihre Seite und deutete auf seinen Tisch. Sie stöhnte, jetzt schon das dritte Mal. „ Na super, hat man denn nirgends seine Ruhe vor diesem Typen? Als auch Katia ihn bemerkte verschluckte sie sich, ihr Gesicht lief sofort rot an. Hilflos guckte sie in alle möglichen Richtung, achtete aber sorgfältig darauf, nicht auf unsere Blicke zu treffen. Ich lächelte sie schwach an „Ach Katia, du kannst doch nichts dafür, dass er mich ausgerechnet mit dir betrogen hat. Du wusstest doch gar nicht, dass ich mit ihm zusammen war. Also sei doch endlich nicht mehr immer so beschämt, wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen.“ Katia lächelte. Es war aber ehr ein gezwungenes Lächeln. Dann presste sich noch ein leises “Ok!“ heraus. Langsam schlenderten wir zum Tresen. Als wir bei Martin und seiner neuen Freundin vorbei gingen, hakte ich mich bei Katia ein. Er sollte bloß nicht glauben, dass unsere Freundschaft jetzt wegen ihm kaputt gegangen ist. Den Gefallen tue ich ihm nicht. Als er mich bemerkte, erschrak er. Sein Blick wanderte zu seiner Freundin. Dann zu mir. Katia beachtete er gar nicht. Ich warf ihm einen bösen Blick zu, drehte meinen Kopf wieder in Richtung Tresen und stolzierte davon. Ein würdevoller Abgang.
Mille bestellte uns drei Eis. Meine Stimmung war jetzt auf dem untersten Gefrierpunkt. Meine Hände zitterten, meine Beine waren weich. Am liebsten wäre ich jetzt in Tränen ausgebrochen. Aber das konnte ich nicht. Nicht hier und nicht jetzt. Nicht vor IHM! Katia bemerkte meinen Zustand und warf mir einen gequälten Blick zu, dann zu Mille und schließlich zu Martin! Mille nahm mich um die Schulter und führte mich raus. „Mensch Leute, so kann das hier jetzt aber echt nicht weiter gehen. Ihr könnt doch nicht beide in Tränen ausbrechen wenn ihr diesen Arsch seht!“
Katia ging zu einer Mauer und setzte sich. Ihr Blick war auf den kiesbelegten Gehweg gerichtet. Ich sah ihr an, dass sie etwas bedrückte und ich wusste genau was! „Du bist auch in ihn verliebt! Deshalb reagierst du auch immer so komisch, wenn wir auf ihn zu sprechen kommen!“ Katia hob ihren Blick vom Boden und starte mich lange an. Dann seufzte sie „ Schön wärs! Ich glaube ich muss euch etwas sagen!“ Mille und ich schauten uns an. Dann sahen wir beide erwartungsvoll zu Katia rüber. Und dann sagte sie: „Ich hatte gar nichts mit Martin! Ich kenne ihn noch nicht ein Mal richtig! Das Foto von ihm habe ich nur von einer Freundin! Sie sagte, den kennt eh niemand von euch. Ich wollte bei diesem ganzen scheiß Club nur unbedingt mitmachen, damit ihr nicht auf falsche Gedanken kommt, weil ich solange schon keinen Freund mehr hatte. Dabei verheimliche ich euch schon lange einen wichtigen Menschen in meinem Leben. Ich bin nämlich wirklich verliebt!“ Sie hielt die Luft an. Sie hatte das eben alles einfach so runter gespult, als wenn sie das schon Tage lang geübt hätte.
In mir kam eine riesen Wut auf. Am liebsten hätte ich ihr jetzt eine geklatscht. Aber nein! Nicht noch einmal! Sie wusste genau, wie sehr ich Martin liebte und wie ich mich durch die letzte Woche quälen musste – und trotzdem blieb sie stumm! Was für eine Freundin. Nein Danke, darauf kann ich verzichten. Ich wollte gerade Luft holen, um sie anzuschreien und ihr die Freundschaft zu kündigen, als Mille mir schon ins Wort viel. “In wen denn? Mit wem bist du zusammen?“ Katia seufzte. Dann schaute sie wieder zu Boden. „SIE heißt Charlotte! Ich bin lesbisch!“

 

Die Grüne Wand Teil 10 März 7, 2010

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 1:50 pm
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10 Minuten waren vergangen, seitdem Andrea Katia eine Ohrfeige gegeben hatte. Nachdem Andrea schluchzend da stand und nichts sagte und Katia und Mille einfach nur so ansah, schüttelte Katia auf einmal den Kopf und rannte in ihr Zimmer.
Andrea stand immer noch so da. Sie hätte nie gedacht, dass sie zu so etwas in der Lage wäre. Ihre Gedanken fuhren Karussell. Katia sah immer so zerbrechlich und schwach aus. Und ausgerechnet ihr hatte sie eine Backpfeife gegeben. Und das für etwas, wofür sie doch gar nichts konnte.
Die Tränen rannten ihr übers Gesicht. Ohne Pause. Sie flossen wie ein Fluss über ihr Gesicht. Sie hatte das Gefühl, gleich zusammen zu brechen. Es war ihr alles irgendwie zu viel. Sie war so sehr in Martin verliebt und er hatte sie gleich von Beginn an so belogen.Er knutschte mit anderen Mädchen rum, obwohl da doch schon eindeutig was zwischen ihnen war. Und sie hatte ihre Freundin Katia geschlagen, die noch nicht mal was dafür konnte.
Was hatte sie da nur angestellt? Zu dem Tränen-Fluss in Andreas Gesicht kam noch ein Schluchzen hinaus. Jetzt weinte sie bitterlich. Langsam löste sich auch Mille aus ihrer Erstarrung und nahm Andrea in den Arm: „Man Andrea – was hast du da schon wieder angestellt? Sie wusste doch gar nicht, dass du mit Martin zusammen bist?!“
“Ich weiß, ich bin ja auch eher sauer auf Martin, aber ich konnte es nicht anders… ich weiß auch nicht… es kam auf einmal so eine Wut in mir auf…“ Andrea weinte immer noch. Aus dem Schluchzen wurde nun ein Lautes heulen….
Mille hielt Andrea immer noch im Arm. So standen sie da – Mille so fürsorglich, wie eh und je und Andrea ein kleines Häufchen Elend wie…eh und je.
Nach einiger Zeit löste sich Mille von Andrea und sagte: „Komm, nimm deine Jacke, wir machen jetzt einen Ausflug und danach kannst du dich bei Katia entschuldigen.“ Andrea runzelte die Stirn „Versteh mich bitte nicht falsch, ich liebe es, mit dir unterwegs zu sein aber gerade bin ich echt nicht in der Stimmung für… einen „Ausflug“ !“
Mille verdrehte die Augen und nahm Andreas Jacke vom Haken, sie drückte sie in Andreas Arme und schob sie nach draussen. Wenig später saßen sie in einem Bus Richtung Schule. Andrea wunderte sich, wo sie hinwollten und Mille fragte sie über Martin aus. Als wenn ihr das jetzt – in diesem Augenblick – helfen würde über ihren Schmerz hinweg zu kommen.
„ Ähh und wann hast du ihn das erste mal gesehen?“ fragte Mille. „Man Mille, ich will da gerade echt nicht drüber reden ! Verstehst du das denn nicht?“ Mille gab ein wehleidiges Seufzen von sich „ Ach Andrea – jetzt erzähl doch mal. Wie alt ist er, wo wohnt er, habt ihr euch schon mal bei ihm getroffen? Ich hatte doch noch nie einen so richtigen Freund, also erzähl mir doch jetzt wenigstens mal von Martin!“
Andrea seufzte und fing an ihr alles zu erzählen. Wo sie sich das erste mal sahen und wo er wohnt und wie alt er ist und wo sie sich trafen. Sie merkte dabei gar nicht, dass sie aus dem Bus ausstiegen um in einen anderen Bus zu steigen, der in die genau entgegengesetzte Richtung fuhr.
Als sie fertig mit dem Erzählen war, merkte sie, dass ihre Wangen schon wieder ganz feucht waren. Der Gedanke, das es das mit Martin jetzt schon gewesen sein sollte, machte sie fertig. Als sie ausstiegen, standen sie dann aber doch tatsächlich vor dem Haus von Martin!
Andrea brüllte los: “Oh nein, da bekommst DU mich nicht rein. Was soll denn das? Woher weißt du eigentlich, wo er wohnt.?“ Andrea stockte. Mist, das war alles nur ein fieser Trick von Mille. Von wegen sie wollte alles wissen, sie wollte doch nur rausbekommen wo Martin wohnt.
Mille grinste. „Komm, jetzt sagst du ihn mal so richtig deine Meinung! “Sie schob Andrea zum Eingang und drückte auf die Klingel. Dann rannte sie einfach weg und lies sie da alleine stehen. Andrea zitterte. Sie wusste nicht Ein und nicht Aus. Gerade wollte sie wegrennen, da ging auch schon die Tür auf. Martin. „Hey, was machst du denn schon hier? Waren wir nicht eigentlich erst für nachher verabredet?“ Er schaute auf seine Armbanduhr.
Andrea wusste nicht, was sie sagen sollte. Sollte sie ihm auch eine Backpfeife geben? Nein, das hatte sie vorhin ja auch nicht weiter gebracht. Sie konnte nicht anders. Sie fing wieder an zu heulen. „Wie konntest du nur? Du hast mich die ganze Zeit verarscht!?“ Martin runzelte die Stirn Was meinst du? Wieso verarscht? Ich habe dich nicht verarscht und ich verarsche dich auch jetzt nicht! Ich meine es Ernst.
Andrea stockte. Die Worte von Martin klangen ernst und so ehrlich. Aber sie waren nicht ernst gemeint. Katia würde ihr nicht einfach so ins Gesicht lügen- niemals – dafür kannten sie sich einfach zu lange und zu gut. „Mach es gut, Martin.“ Jetzt endlich hatte Andrea die Antwort gefunden: Die Freundschaft geht immer über den Freund!
„Mille“ – rief sie und rannte los. Und sie fuhren so schnell wie möglich zurück zur Wohnung.

esther

 

Antworten?! Februar 21, 2010

Einsortiert unter: Gedichte — estherhein @ 8:11 pm
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Dieses Gedicht beziht sich auf zwei wichtige Personen in mienem Leben, über das was geschehen ist und was geschieht, etwas was ich nicht versteh….aber hoffendlich bald rausfinden werde!

Eine Frage die mich beschäftigt, schon seid längerer Zeit.
Eine Angst die mich stört, ein Gefühl, oder ein Neid?

Ist es das, dass was reif macht?
Oder einfach nur Scheiß der mich doof dastehen lässt,
während ihr lacht?

Erst du, dann du.
Eine nach der anderen…
Gehört dies vielleicht zum Leben?

Aber eine ist immer da, mein Glück?
Oder einfach nur ein schwacher Trost,
der meinen Schmerz betäuben lassen soll?

Ein Schmerzmittel, eine Pille zum Glück!

Doch jede Droge endet nach ein paar Momenten,
hält diese für die Ewigkeit, oder ist es wie die Letzte? Und es ist bald vorbei!

Bin dann ich dran? Auch ich muss reif werden.
Darf nicht mehr träumen, kein Bock mehr auf Familie oder Gedichte?
Es ist das was mich macht zu Nichte! Das wäre dann nicht Ich, doch ich sehe nirgends auch nur das kleinste Licht.

Kann ein Mensch auch davon verschont bleiben.
Wenn man es wirklich will? Kann man es sich wünschen? Vielleicht im Universum? Oder vielleicht doch bei Gott?

Was ist es bloß? Was macht meine Freunde so kaputt. Doch sie stehen immer wieder auf. Kann ich das auch? In meinen Träumen bleib ich immer liegen…

Wie ist das? ich will antworten? wer kann sie mir geben?
Der dritte Halt in meinem Leben?
Nein, Manchmal gibt es keine Antworten, ich muss sie selber spüren,
um mich zum richtigen Weg zu führen.

Esther

 

Die Grüne Wand-Teil 9 Januar 7, 2010

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 6:13 pm
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Teil 9
Als Andrea am nächsten Morgen aufwachte, lag sie mit imnMilles Bett.
Puh, sie hatte es nicht nur geträumt. Sie und Mille hatten sich endlich wieder vertragen. Das war ein schönes Gefühl .
Auf Andreas rechtem Ohr hörte sie das leise Schnarchen von Mille. In diesem Moment spürte Andrea ein leichtes Brummeln im Bauch, aber keins von Unbehaglichkeit, nein, eins des Wohlfühlens und des Glücks. Sie war gerade so unglaublich glücklich darüber, dass sie Martin hatte und darüber, dass sie und Mille sich wieder vertragen hatten und sie jetzt hier bei ihr im Bett lag. Ihre Welt könnte jetzt perfekt sein. Aber da fiel Andreas Blick auf das Foto von Martin an Katias grüner Wand. Plötzlich war es wieder da. Das Gefühl der Unsicherheit. Sie wusste einfach nicht, wem sie Glauben schenken wollte. Sie kannte Katia doch und konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sie so etwas wirklich tun würde.
Und natürlich wollte sie auch Martin Glauben schenken, sie war so in ihn verliebt. Sie lag neben Mille und machte sich Gedanken. Wie ist das eigentlich, wenn man einen Freund hat. Geht der über die besten Freundinnen oder die besten Freundinnen über den Freund? Alle sagten immer, dass die besten Freunde auf jeden Fall den Vorrang haben. Wie würde sie sich entscheiden? Wenn man seinen Freund doch liebt? Kann man nicht einfach alle gleich behandeln ? Eine schwierige Sitaution…Andrea und Mille würden mit Katia reden müssen…vielleicht gab es für das alles ja eine ganz simple Erklärung.
Mille drehte sich im Bett um und als sie merkte, dass sie nicht alleine im Bett war, zuckte sie zusammen und schlug ihre Augen auf. Sie schaute genau in Andreas Gesicht. Dann flog ein Lächeln über ihren Mund. „Guten Morgen!“, Andrea grinste sie an: “Selber guten Morgen“, flüsterte Mille zurück. Leise standen sie auf und schlichen aus dem Zimmer. Sie machten sich ein Frühstück wie in einem Hotel. Mit Rührei, Mozarrella und Tomate, Lachs, Schinken und allem,was halt dazu gehört!
Da öffnete sich leise die andere Zimmertür und heraus kam eine müde und verschlafene Katia. Als sie Andrea und Mille lachend am Tisch sah, runzelte sie die Stirn, sie wollte gerade anfangen zu lachen ,als ihr irgendetwas einfiel. Ihr Gesicht erstarrte. Sie war völlig bewegungslos. „Ähhm…seid wann seid ihr denn wieder … also seid wann habt ihr euch wieder vertragen?“ fragte sie schließlich nach einiger Zeit vorsichtig.
Mille grinste Andrea an und sagte dann: „Katia – hast du uns vielleicht irgendetwas zu sagen? Ich meine wegen dem Club oder der Grünen Wand?!“ Katia wurde ganz blass. „Wegen dem Foto von… von… Martin? Also ist das wirklich dein Freund, Andrea? Ich…ich habe ihn…naja ..was soll ich sagen..ich habe ihn geküsst!“ Andrea wurde bleich. Wem sollte sie jetzt glauben?? Martin, Katia ? Sie waren noch nicht zusammen, als es passierte aber er kannte sie schon und es war schon was zwischen ihnen. Sie wusste gar nichts mehr.
Was sollte sie jetzt tun? Das wurde Andrea alles zu viel. Und dann ging alles ganz schnell. Sie stand auf und ging auf Katia zu. Sie hob ihre Hand und gab ihr eine Backpfeife. Andrea wusste, dass das nicht gerecht war – schließlich wusste Katia ja vorher nichts von Martin und Andrea. Aber sie war so wütend. Und verletzt. Katias Augen wurden rot und Tränen schossen aus ihren Augen. Andrea schaute rüber zu Mille, die geschockt ihre Augen aufriss. Dann blickte sie zu Katia, die regungslos in der Küche stand.
Andrea wurde bewusst, was sie getan hatte. Es tat ihr unendlich leid. Das würde sie nicht wieder gut machen können. „Es tut mir … es tut mir so leid“ schluchzte sie voller Traurigkeit, Schuldgefühlen und Wut.

 

Liebe ist… Januar 4, 2010

Einsortiert unter: Videos — estherhein @ 4:32 pm
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Ein soo tolles Video <3

 

Überall ist ein Problem aber nirgens eine Lösung! Dezember 10, 2009

Einsortiert unter: Gedichte — estherhein @ 5:35 pm
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Überall ist ein Problem, doch nirgens eine Lösung!
Schule, Stress, Familie & Freunde
Die Zuversicht lässt mich in stich,
die Hoffnung tut nicht ihre Pflicht!

Überall ist ein Problem, doch nirgens eine Lösung!
Nach Außen hin ist alles ok,
doch in mir ist ein Chaos
Eifersucht, liebe & Famile
Das ist alles viel zu viel
Wiso ist es kein Spiel?

Überall ist ein Problem , doch nirgens eine Lösung!
Keifen, Schreien& Tränen
Ich kann das nicht mehr sehn,
es ist Weihnachten….
Miene Stimmung dazu ist wie Eis

Überall ist ein problem, doch nirgens eine Lösung!
Manchmal, wenn auch selten, können wenige Sekunden, eine kleine Unachtsamkeit, ein kurzes Nicht- Aufpassen über das ganze weitere Leben bestimmen.
Doch wenn es zu viele von dieses Unachtsamkeiten gibt verändert sich das Leben zu sehr um es wieder gut zu machen!

von mir!

 

Regenbogenengel! November 25, 2009

Einsortiert unter: Videos — estherhein @ 8:11 pm

Guckt euch den Film unbedingt an…ich hatte tränen in den Augen!

 

Die Grüne Wand-Teil 8 November 18, 2009

Einsortiert unter: Geschichten — estherhein @ 5:02 pm

Es ist eine Woche her, seitdem Andrea und Martin sich geküsst haben. Mille hat seitdem nicht mehr mit Andrea geredet. Nur Katia lächelt Andrea manchmal an…Einmal wollte Katia sogar was zu Andrea sagen, aber da kam Mille und Katia schloss ihren Mund sofort wieder.

 

Jetzt macht Andrea morgens und abends nur noch was mit Anni und Johanna und in  den Nachmittagen macht sie was zusammen mit…Martin! Sie sind jetzt offiziell zusammen. Trotzdem ist Andrea traurig. Ihr Leben wäre zur Zeit perfekt gewesen, wenn da nicht diese blöde grüne Wand und der Club gewesen wäre.

Als Andrea Nachts im Bett lag, beschloss sie, Mille zur Rede zu stellen. Sie stand leise auf und schlich sich zu Milles Bett rüber.

 

Ruhig schüttelte sie Mille wach. Die drehte sich, und als sie begriff, wer sie da weckte runzelte sie die Stirn: „Was machst du denn da? Wieso weckst du mich? Weißt du eigentlich, wie spät es ist?“ „ Ja, ich weiß, es ist 3 Uhr… aber bitte komm mal mit raus, ich muss mit dir reden. Bitte!“ Mit einem etwas wieder willigem Gesicht stand Mille auf. Andrea atmete einmal tief durch, nahm dann Milles Hand und zog sie aus dem Zimmer. Mille ließ Andrea nicht los. Sie entzog sich nicht. Andrea musste darüber lächeln.

 

Doch so bald sie in der Küche saßen, zog Mille ihre Hand ruckartig von Andrea los.

„ Also was ist so wichtig, dass du mich Nachts um 3 Uhr aus dem Bett holst?“ Andrea fühlte sich befangen, sie hasste es, sich zu entschuldigen. Sie räusperte sich. „Also ich wollte sagen…dass… dass es mir…also es tut mir leid!“. Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort:„ Ich wollte euch nicht anlügen, aber ich wusste ja nicht, dass ich mich in Martin verlieben würde und dass er auch in mich verliebt sein würde und…“ „Ist doch schon gut…“ Mille schaute kurz nach unten und dann wieder in Andreas Gesicht, direkt in ihre Augen. „ Aber warum hast du mich und Katia angelogen? Du weißt doch genau, dass  wir es nicht schlimm gefunden hätten wenn du nicht beim Club mitgemacht hättest!“

 

Andrea wurde blass, ihr wurde erst jetzt so richtig bewusst, was sie eigentlich getan hatte. Sie hatte ihre besten Freunde angelogen! Und das wegen Dingen, über die sie sonst einfach so locker reden konnten. Ob das was zu bedeuten hatte? “Ich weiß auch nicht, warum ich das gemacht habe…ihr ward so in der Geschichte drinnen und ich habe da gar nicht zu gepasst… und dann war da Martin und ich …ach ich habe keinen blassen Schimmer, was ich hier eigendlich rede. Das einzige, was ich weiß, ist dass es mir Llid tut und das ich alles dafür tun würde, dass wir uns wieder vertragen und so verstehen, wie früher“ Ein Grinsen wanderte über Milles Gesicht, doch dann wurde es auf einmal wieder ernst! Mille hielt kurze inne. „Ok – dann mach mit deinem geheimnisvollen Martin Schluss!“ Puff…der hatte gesessen…Andrea schossen Tränen in die Augen. Wie konnte Mille ihr das antun, sie wusste doch, wie sie in Martin verliebt war? Wieder grinste Mille. Andrea fühle sich klein und schwach, so wie damals, als sie  Martin zum ersten Mal gesehen hatte. Dann fing Mille wieder an zu Lachen. “Das war doch nur ein Scherz Andrea, du hättest dich mal sehen sollen! Ha, du hast mir dass voll geglaubt“ dann sprang sie auf und zog Andrea hoch. Sie standen sich gegenüber und auf einmal umarmten sie sich. Andrea fühlte sich so glücklich, wie letzte Woche bei dem ersten Kuss von Martin. Eigentlich ist jeder Kuss von ihm besonders und jedes Mal fühlt sie sich gleich. Erleichtert, das sie ihn hat. Frei,unbehaglich und einfach nur wohl.

 

„So, und  jetzt erzähl mal von deinem Martin – wie sieht er aus was macht er so?“ fragte Mille, als sie sich wider los liessen. „Ja …ich kann ihn dir zeigen, in unserem Zimmer hängt ein Foto.“ –„Was – in unsrem Zimmer? Wo das denn?“ fragte Mille.

Andrea schaute nach unten. Es tat ihr leid, dass sie Katia jetzt auch in die Pfanne hauen würde. „ An der grünen Wand auf…Katias Seite!“ Mille wurde blass. Dann fing sie an zu lachen „ Also  weil du mit Martin zusammen bist, entschliesse ich jetzt einfach mal, dass sie ich nicht geküsste hat. Aber überhaupt: Heißt das, dass ich hier die einzige bin die, die ganze Sache mit dem Club ernst genommen hat?“ Da musste ich auch lachen. Wir lachten und lachten die ganze Nacht….Das mit Katia würden wir morgen klären. Jetzt war erstmal die „Mille und Andrea Zeit – mit warmem Kakao und leckeren Keksen!

 

hehe…es ist noch nicht zu ende!;P

 

 
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